20.05.2026 - 09:10

Der beste Schleifer des Jahres – Der Wettbewerb „Grinder of the Year“ kürt junge Talente

Frankfurt am Main, 20. Mai 2026 – Fabio Schoppet heißt der glückliche Gewinner des zweitägigen Live-Wettbewerbs „Grinder of the Year“ (GOTY) am 6. und 7. Mai auf der GrindingHub in Stuttgart (https://www.grindinghub.de). Der 28-jährige Auszubildende bei der K.H. Müller Präzisionswerkzeuge GmbH setzte sich gegen Max Bergner (2. Platz), Laurin Mink (3. Platz) und Arman Hamidi (4. Platz) durch. Alle Finalisten erhielten Bildungsgutscheine im Wert von 3.000 bis 500 Euro.

„Der Live-Wettkampf auf der Messe ist ein echtes Highlight“, freut sich Barbara Hannappel, Geschäftsführerin der KSKomm (https://www.kskomm.de) , die den „Grinder oft he Year“ (https://grinder-of-the-Year.de) organisiert. Besucherinnen und Besucher könnten hier hautnah miterleben, wie aus einer Zeichnung Schritt für Schritt ein präzises Werkzeug entsteht. „Jeder kann sich ein Bild davon machen, wie interessant und anspruchsvoll modernes Werkzeugschleifen ist“, so Hannappel. Ziel der Veranstaltung ist neben dem attraktiven Event die Nachwuchsförderung und der Wunsch, dem Fachkräftemangel in der Schleiftechnik etwas entgegenzusetzen.

„Der Wettbewerb war eine Herausforderung“ konstatiert Fabio Schoppet, „aber es hat wirklich Spaß gemacht und war eine richtig coole Erfahrung. Ich habe viele tolle Kontakte geknüpft und spannende Gespräche geführt. Als ich realisiert habe, dass ich der Sieger bin, war ich ziemlich überwältigt. Das war dann der krönende Abschluss.“

Er habe beruflich schon einiges ausprobiert, erzählt der junge Mann, war aber nie wirklich glücklich mit den Berufen. „Ich wollte dann mal etwas mit Metallbearbeitung machen“, sagt er und stieß auf die Firma K.H. Müller Präzisionswerkzeuge aus Sien (https://www.mueller-sien.de). Der gute Ruf des Unternehmens in der Region und die familiäre Atmosphäre im Betrieb begünstigten die Entscheidung, eine Ausbildung zum Präzisionswerkzeugmechaniker zu beginnen. „Ich finde den Beruf spannend und abwechslungsreich“, sagt der Gewinner und. Als er dann in der Berufsschule die Informationen zu Goty bekam, beschloss er spontan mitzumachen und „so viele Erfahrungen wie möglich zu sammeln“.

Dass sie vielfältige Erfahrungen sammeln konnten, können die drei anderen Finalisten nur bestätigen. Als Arman Hamidi (28) vor zwei Jahren auf der GrindingHub beim Goty-Wettbewerb zusah, war er begeistert. „Ich fand das toll“, erinnert sich der angehende Präzisionswerkzeugmechaniker von der Firma GDS Präzisionszerspanungs GmbH, Ofterdingen (https://gds-germany.com) . „Die Challenge an sich, die damit verbundenen Herausforderungen - das ist einfach super.“ Für ihn sei das eine große Chance, sich fachlich auf einem neuen Level weiterzuentwickeln. Ähnlich sehen das die beiden Youngster der Challenge, Max Bergner (18) und Laurin Mink (21) von der Firma Kopp Schleiftechnik, Winterkasten (https://kopp-schleiftechnik.de).

Intensivtraining beim Hauptsponsor

Zu den besonders wichtigen Erfahrungen gehört  der Austausch mit Allen, die am Wettbewerb teilnehmen, ihn begleiten und sponsern. Höhepunkt der Vorbereitung dürfte für die Finalisten das zweitägige Intensivtraining bei Hauptsponsor Walter Maschinenbau in Tübingen (https://www.walter-machines.com) gewesen sein. „Der Wettbewerb Grinder of the Year bietet die ideale Plattform, um Talente für die moderne Schleiftechnologie zu begeistern und paxisnah zu demonstrieren, wie ein durchgängiger Fertigungsprozess aussieht“, erklärt der CEO, Dr. Christoph Müller-Mederer, seine Motivation für die Unterstützung des Goty-Wettbewerbs. Die Intensivschulung habe die Aufgabe, gleiche Voraussetzungen für alle Finalisten zu schaffen, „die so ihr Potenzial im Wettbewerb voll entfalten können“, so Müller-Mederer.

Der erste Tag der Intensivschulung bei Walter begann mit der Einführung in die hauseigene Software, die für ein produktives und wirtschaftliches Schleifen wichtige Voraussetzungen liefert. Mit der Helitronic Tool Studio-Software kann für jedes Werkzeug Zeichnung und 3D-Modell erstellt werden. Diese Daten lassen sich später über die CNC-Steuerung der Werkzeugmaschine aufrufen und anzeigen. Dort erhält der Bediener eine vollständige 3D-Simulation der Maschine und des Schleifprozesses mit allen Achsbewegungen. So lässt sich der Schleifablauf einschließlich der Schleifscheibenwechsel vorab prüfen und verifizieren.

Am zweiten Tag erhielten die Wettbewerbsteilnehmer eine umfassende Einweisung in die Maschine, mit der sie beim Wettkampf in der Messehalle 9 der GrindingHub arbeiteten. Die Helitronic Mini Plus mit C.O.R.E.-Technologie wurde für das flexible Produzieren und Nachprüfen von kleinen und mittleren Werkzeugdurchmessern entwickelt. Von der United Grinding Group (https://www.grinding.ch), zu der Walter Maschinenbau gehört, stammt das zugehörige intelligente Betriebssystem C.O.R.E. mit umati-Schnittstelle (https://umati.org), die den Datenaustausch von Maschinen ermöglicht. Damit sind die Maschinen vernetzungsfähig, können problemlos mit anderen Maschinen kommunizieren und in digitale Fabriken integriert werden.

Hightech benötigt hochqualifizierte Fachkräfte

Die Finalisten mussten sich den Anforderungen stellen, die in der Schleiftechnik für eine zukunftssichere Fertigung stehen. Für den Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) (https://vdw.de) , dem Veranstalter der GrindingHub, genießt die Nachwuchsförderung und Nachwuchsgewinnung im Maschinen- und Anlagenbau einen enorm hohen Stellenwert. Nur mit hochqualifizierten Fachkräften könnten hiesige Unternehmen im internationalen Wettbewerb bestehen, so der VDW. Dafür wurde bereits 2009 die Nachwuchsstiftung Maschinenbau (https://www.nachwuchsstiftung-maschinenbau.de) gegründet, die seither den Wissenstransfer zwischen Industrie, Schulen und Universitäten fördert, um die Ausbildung stetig zu verbessern und die Zahl der Auszubildenden und Studierenden im Maschinenbau zu erhöhen.

Für den Live-Wettkampf auf der GrindingHub waren die Finalisten nach der zweitägigen Intensivschulung jedenfalls gut gerüstet. Ermutigt durch Lehrer und Ausbilder sowie den besonderen Reiz des Wettbewerbs, hatten sie sich für den Wettbewerb beworben und stehen nun kurz vor ihrem großen Live-Auftritt vor der Fachwelt in Stuttgart. Ein Riesenschritt, der aber auch die Tür zur weiteren beruflichen Entwicklung weit öffnet. Gewonnen haben sie ohnehin schon, nicht nur an wertvollen Erfahrungen, sondern auch die Bildungsgutscheine, die für die Teilnahme an Seminaren, Tagungen, Schulungen oder einen späteren Meisterkurs eingesetzt werden können.  Daran ließen die Finalisten keinen Zweifel: Nach dem Ende ihrer Ausbildung wollen sie mehr.

Für Fabio Schoppet steht fest: Nach Abschluss seiner Lehre will er mit seinem Gutschein im Wert von 3.000 Euro den Besuch einer Techniker- oder Meisterschule finanzieren. Arman Hamidis Interesse richtet sich vor allem auf die Zukunftsthemen Automatisierung und Robotik. Der gebürtige Iraner, der erst vor 2,5 Jahren seinen Weg nach Deutschland fand, kann sich eine Weiterbildung in diese Richtung sehr gut vorstellen.

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Autorin: Cornelia Gewiehs, freie Journalistin, Rotenburg (Wümme)

 

Kontakte

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Tel. +49 69 756081-32

www.vdw.de

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56424 Mogendorf

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Tel. +49 7071 9393 1319

www.walter-machines.com

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